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Ein Wintertraum

von Zaubermaus

Ξ Oktober 3rd, 2007 | → 2 Kommentare | ∇ Erfühltes, Erträumtes, Gedanken, Stories, Zaubermaus |

Es ist ein Tag im Winter. Es ist Adventszeit, und der Weihnachtsmarkt hat bereits begonnen.

An den 4 Sonntagen ist verkaufsoffen und an einem von ihnen stöbern wir zu Zweit durch die verschneiten Straßen der Stadt, um noch letzte Geschenke zu finden.

Wobei das gar nicht so leicht ist durch die vielen Menschen die es uns, oder denen wir es gleich tun.

Für mich gehört das Einkaufen an diesen Tagen einfach zu Weihnachten dazu. Genauso wie das anschließende Schlendern über den Weihnachtsmarkt. Ein schöner Glühwein oder eine heiße Schokolade und Schmalzkuchen. So ein Tag ist gar nicht gut für die Figur, aber das ist er wert.

Wir begannen die kleinen Läden in den Seitenstraßen abzugehen. Vor allem dieser kleine Kerzenladen in unserem Viertel mit den kleinsten Straßen der Stadt hat es mir angetan.

10 – 15 Kerzen später, verlassen wir den Laden und stellen fest das es gerade wieder schneit und wir wandern langsam zu dem größten Kaufhaus der Stadt. Vorbei an den schon verlockenden Ständen des Weihnachtsmarktes. Dorthin wollen wir nach dem Einkaufen. Erst die Arbeit – dann das Vergnügen, und vor allem der Glühwein.

In dem Kaufhaus angekommen, überlegen wir erstmal wo wir überall hin müssen. Und wie sollte es auch anders sein, vom Keller bis in den 4ten Stock. Also fangen wir oben an. Die neuen Töpfe für deine Mutter, das Besteckset für meine. Dann noch der ganze Kleinkram für die restliche Familie.

Dekoration, Vasen, Blumen, Handtücher, Geschenkpapier, Kräuselband. Dieses jenes und welches. Alle ist dabei. Wir haben uns dieses Jahr noch um nichts gekümmert. Das wird nachher vielleicht ein Geschleppe, aber zum Glück nehmen uns das andere ab.

Um den ganzen „Power – Shopping“ zum Ende noch ein wenig Freude zu verleihen, lasse ich Dich mit einem süßen Auftrag durch die Dessous-Abteilung des Kaufhauses stöbern und warte in einer der Umkleiden auf Dich. Ich weiß, wie gerne Du mich betrachtest, und Du weißt, dass ich einige Dinge von denen, die Du gerne an mir siehst, nicht kaufen würde. Also möchte ich Dir diesen Wunsch wenigstens im Kaufhaus erfüllen.

Ob eine braune kurze Corsage mit einer Panty, ein weißer Spitzen–BH und einen String oder eine knallrote Corsage mit Slip, einem feinen spitzenbesetzten Strumpfgürtel und feine Strümpfe dazu.

Du freust Dich sehr über dieses kleine Geschenk und genießt jeden Anblick.

Schließlich verlassen wir das Kaufhaus. Es liegt schon wieder neuer Schnee auf den Straßen, und dunkel ist es auch schon. Arm in Arm schlendern wir hinüber zum Weihnachtsmarkt. Erst über den Mittelalter-Markt. Dort kaufen wir eine Flasche Wein für den Abend zu Hause und folgen noch einer Weile den ungewohnten Klängen und Düften. Anschließend gehen wir auf den einfachen Markt, zu einem der überfüllten Glühweinstände. Du genießt nach all dem Einkaufsstress den Glühwein und bemerkst gar nicht, dass du schon lange unter einem Mistelzweig stehst. An sich wolltest du den Wein in Ruhe trinken, doch der Zweig ist ja eine Einladung. Also gebe ich Dir einen sanften und leidenschaftlichen Kuss in dem Moment, wo Du Deinen Becher abstellst. Wir bummeln anschließend noch ein ganze Weile im Schnee über den Markt. Hier und da bleiben wir an den verschiedensten Ständen stehen. Glasereien, Kerzenstände, ein Stand mit Handpuppen. Anschließend wandern wir noch ein wenig am Wasser entlang. Ich lasse dich ein wenig vorlaufen. Tue so, als wenn ich meine Nase putzen müsste und forme vorsichtig einen kleinen Schneeball, der dann an Deinem Rücken endet.

Frech grinse ich dich an und beobachte Dich, während Du Deine Rache ankündigst und auf mich zukommst. Da ich weiß, dass ich schuldig bin, nehme ich diese gerne in Kauf. Doch ich bin noch ganz in Gedanken, da bist Du schon bei mir und ich liege im Schnee. Ganz schön kalt. Und vor allem auch Nass. Du lässt mich eine Weile im Schnee liegen und ärgerst mich mit Deinen kalten Händen. Aber danach hilfst Du mir hoch und lächelst mich versöhnend an. Doch jetzt, wo ich total nass bin, müssen wir schnell heim. Ansonsten werde ich das Fest im Krankenbett verbringen müssen. Im Auto angekommen, stellst du die Heizung an und legst mir noch eine Decke aus dem Kofferraum um. Während der Heimfahrt friere ich sehr und kann es kaum erwarten, in warme Klamotten zu kommen. Beladen mit all den Einkaufstüten kommen wir endlich nach Hause. Die Wohnung ist schön warm, dank dem Kamin. Für heute stellen wir die Tüten einfach in eine Ecke. An das Verpacken wollen wir uns morgen machen. Du bittest mich, uns einen Tee zu kochen, obwohl Du doch weißt, wie kalt mir ist. Doch den Tee schaffe ich noch. Ich wundere mich warum Du in der Zwischenzeit soviel im Bad rum kramst und immer wieder zwischen den Zimmern her läufst. Warum hast Du mich nur in die Küche geschickt ?

Auf einmal umfassen mich Deine warmen Hände und führen mich in Richtung Badezimmer. Du flüsterst mir ins Ohr, dass der Tee auch alleine ziehen kann, und öffnest die Badezimmertür.

Da erklärt sich mir auch, warum Du soviel hin und her gelaufen bist. Du hast das Bad hergerichtet. Frische Handtücher, Teelichter um die Badewanne herum, Rosenblätter mit in das Schaumbad gestreut. Überrascht lächel ich Dich an und Du nestelst schon an meiner Kleidung herum und hilfst mir, mich ausziehen. Anschließend drehe ich mich zu Dir und streife Dir auch deine Kleidung herab. Das war mein Danke für Dich, die Einladung, mit mir ins Wasser zu kommen.

Gemeinsam genießen wir das warme Wasser. Endlich taue ich wieder auf. Und Deine warme, weiche, streichelnde Haut hilft mir dabei sehr gut. Ich lehne meinen Kopf an deine Brust und schließe die Augen. So einen schönen Abend hatten wir lange nicht mehr. Die Arbeit lässt es leider selten zu.

Meiner Meinung nach verlässt Du schon viel zu früh das Wasser. Was hast Du nur jetzt schon wieder vor ? Ich genieße noch ein wenig das warme Wasser an meiner Haut. Die Zeit vergeht nur so. Und irgendwann beginnst Du, mich zu rufen.

 

    2 Kommentare für “Ein Wintertraum”

    1. AvatarVera
      1

      Nette Geschichte, weiter so.

      Reply to this comment.
    2. AvatarImmobilienmakler Essen
      2

      Gibts dieses Jahr wieder eine Wintergeschichte? Würde mich freuen

      Reply to this comment.

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