Funnylegs

Freundinnen

von Little Alice

Ξ Oktober 16th, 2010 | → 1 Kommentar | ∇ Alice Little, Erdachtes, Erträumtes |

Marie saß erwartungsvoll auf ihrem Bett. In wenigen Stunden sollte ihr Geburtstag vorbei sein. Alles in allem war der Tag wunderschön. Viele Menschen hatten an sie gedacht und sich per SMS, Mail oder auch mit einem netten Anruf gemeldet. Die einzige, von der Marie noch gar nichts gehört hatte, war ihre beste Freundin Christina. Von ihr hatte sie ein Päckchen bekommen, mit der Bitte, es erst zu öffnen wenn sie am Abend telefonieren würden. In wenigen Minuten sollte es soweit sein, dann war es Zeit für den abendlichen Anruf, der Anruf, der für beide den Tag abschloss und beiden die Möglichkeit gab, noch mal den Tag Revue passieren zu lassen, gemeinsam zu lachen und dann fast noch mit dem Telefon am Ohr einzuschlafen. Es war schon eine außergewöhnliche Freundschaft… manchmal wünschte sich Marie, das Tina ein Mann wäre, denn ihre Phantasien waren so wunderschön, das sie sich wünschte diese mit ihr auszuleben. Aber … sie stand nicht auf Frauen, sie wollte einen Mann… der sie genauso wie Tina verwöhnen, mit dem sie lachen und weinen und vor allem Sex haben konnte, der sie einfach nur dazu bringt sich bedingungslos fallen zu lassen. Marie seufzte…

Endlich klingelte das Telefon… Schnell drückte Marie den grünen Hörer und meldete sich. Tina gratulierte ihr zuerst, dann fragte sie, wie der Tag so war, erzählte in aller Seelenruhe von ihrem Tag und scherzte über das Wetter, das so wechselhaft war wie im April, obwohl es schon November war. Marie konnte sich nur schwer beherrschen, ihre Freundin nicht zu unterbrechen, denn die Neugierde wurde immer größer. Gerade als sie nach dem Inhalt den Päckchens fragen wollte, fing das in ihren Händen an zu vibrieren. Erschrocken liess sie es fallen. Tina lachte am anderen Ende der Leitung und forderte sie auf, es auszupacken. Ungeduldig riss Marie das Papier ab, suchte verzweifelt nach einer Schere, um das Klebeband aufzubekommen. Als sie dachte, das es nun endlich auf war hielt sie ein weiteres Päckchen in den Händen. Liebevoll hatte Tina es mit einem Schleifchen versehen und in einem wunderschönen Geschenkpapier eingeschlagen. Marie packte nun vorsichtiger aus, die Neugierde war unmessbar hoch und doch nahm sie sich die Zeit. Tina lachte, sie kannte ihre Freundin zu gut, sie wusste dass dieses Papier nicht zerfetzt auf dem Boden laden würde. Gerade als Marie den letzten Tesastreifen löste, fing das Päckchen wieder an zu vibrieren… ihr Handy klingelte in der Nachttischschublade… wer rief denn um diese Zeit an? Egal, das Päckchen war wichtiger und die Zeit mit Tina kostbar. Wieder kicherte Tina. (mehr…)

 

Schnee auf Deiner Haut

von Chris

Ξ Mai 17th, 2009 | → 2 Kommentare | ∇ Erdachtes, Gastgeschichten, Stories |

Hier ist mal wieder eine Gastgeschichte…

 Als ich nach viel zu langer Zeit (Asche auf mein Haupt und Besserung gelob) in unser Postfach schaute, fand ich dort den ersten Teil der Geschichte einer Leserin, die uns sehr gefallen hat. Ich hoffe doch sehr, dass Anna sich noch einmal meldet und den zweiten Teil schickt… Besonders Sanne wartet sehnsüchtig drauf! Doch nun: Vorhang auf für Hannan aus Österreich!

 Schnee auf deiner Haut:

Alles begann mit dieser kleinen Idee, die uns in einer euphorischen Stimmung an einem Samstagabend bei dem einen oder anderen Bier gekommen war:

Seit geraumer Zeit gab es dieses Pärchen in meine Leben. Sie studierte mit mir und gab mir regelmäßig Hebräischunterricht bei sich zu hause. Durch diese wöchentlichen Treffen machte ich auch die Bekanntschaft ihres Freundes Tom. Beide ein Bild für Götter und unglaublich liebevoll zu einander.

An diesem bewussten Abend erzählte Gabriele mir, dass sie kommende Woche wohl kaum Zeit hätte, mir Hebräisch bei zu bringen, da sie in die Schweiz zu einem Freund fahren würden. Wie ich wusste war dieser ein spezieller Freund, den sie mehrere Male im Jahr besuchten. Und aus ihren Erzählungen glaubte ich heraus gehört zu haben, dass sie auch ab und zu mal ihr Liebesleben mit ihm auffrischten.

Nach ein paar Bier kam uns die glorreiche Idee, gemeinsam zu fahren. Denn ich wollte unbedingt wieder mal richtig snowboarden gehen. Schnell wurde alles in die Wege geleitet. (mehr…)

 

Der Parkplatz

von Sanne

Ξ April 5th, 2008 | → 13 Kommentare | ∇ Erdachtes, Sanne, Stories |

Sie fuhr heim aus Hamburg. Der Tag war erfolgreich gewesen, aber lang. Sie sehnte sich danach, ihre Wohnungstür hinter sich zu schließen, die Pumps von sich zu werfen. Ein Glas Rotwein in der Badewanne, und dann ins Bett.

Ihr kleiner Roadster schnurrte über die A7. Auch wenn er nicht der Schnellste war, machte er ihr doch Spaß – klein, eng und unbequem, doch er gab ihr ein Gefühl, als ob sie sich überall hindurch wuseln könnte. Sie genoss das Gefühl, ihn zu fahren, auch wenn heute abend die Unbequemlichkeit deutlich überwog. Er war einfach für genussvolle Reisen auf Landstraßen in der Abendsonne gebaut, nicht für Autobahnen, auf denen sie aufpassen musste, nicht von den allgegenwärtigen Geländewagen (die wahrscheinlich niemals mehr Gelände als die gekieste Einfahrt zum Villengrundstück gesehen hatten) übersehen und überrollt zu werden.

Ein menschliches Bedürfnis, verbunden mit dem Bedürfnis, sich zu strecken, ließ sie nach einem Parkplatz Ausschau halten. Richtig, noch 3 km bis zum Nächsten, ein Katzensprung. Sie fuhr ihn an, und nachdem sie erledigt hatte, was zuerst erledigt werden musste, setzte sie sich mit lang ausgestreckten Beinen auf den deutlich hervorstehenden Kotflügel ihres Vehikels und steckte sich eine Zigarette an.
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Katzentisch oder: Kommunion mit Sahne

von Sanne

Ξ April 1st, 2008 | → 6 Kommentare | ∇ Erdachtes, Sanne, Stories |

Hallo, Heike, schön, dass Du da bist! Hey, schön, dass mal wieder jemand was schreibt – ich war ja auch zu faul, Asche auf mein Haupt! Damit Heikes Geschichte mal oben bleibt, hier ein bisschen davor eingeordnet…

Wir waren eingeladen… zur Kommunion der Taufpatin meines Papas, die ich eigentlich noch nie getroffen hatte. Sannchen also in den feinen Zwirn gequält, durch die Veranstaltung in der Kirche gegähnt (interessant fand ich, dass die Besucher in der katholischen Kirche beim Abendmahl nichts zu trinken abbekamen – der Wein war da nur für den Paster!). Und dann, mit haufenweise Unbekannten, in ein Restaurant, wo die Feier stattfinden sollte. Dabei waren an Bekannten eigentlich nur Mama, Papa, mein großer Bruder und ich. Die anderen Anwesenden kannte ich überhaupt nicht, aber ihr könnt Euch so eine Kommunionsfeier sicher vorstellen.

Richtig begeistert war ich, als ich feststellte, dass Sannchen einen Platz am Katzentisch erwischt hatte – mit 15 fühlte ich mich eigentlich bei weitem alt genug, um zusammen mit Mama und Papa am “großen” Tisch essen zu können. Nein, ich erhielt meinen Platz bei den Kleinen, so die Altersklasse ab 4 – ich war Seniorin dort, aber das war auch schon fast der einzige Lichtblick. Bruderherz winkte mir triumphierend vom Erwachsenentisch aus zu – “Na warte, mein Schatzi, bald bin ich auch 18!” tröstete ich mich in Gedanken. (mehr…)

 

Wasserspiele

von Mausi

Ξ Juli 15th, 2007 | → 4 Kommentare | ∇ Erdachtes, Erfühltes, Stories |

Endlich war es wieder soweit.. Ein paar Stunden sprangen für mich mit meinem Liebsten an einem sonnigen und warmen Sonntag heraus… Und das schönste daran war, das er Montag frei hatte. Das konnte eine lange Nacht verheißen…

Nachdem ich ihn von einem Parkplatz der Autobahn eingesammelt hatte, fuhren wir gemeinsam zu unserem kleinen Wehr. Schon einmal waren wir zusammen hier und ich hatte ihm von einem kleinen Wasserspiel erzählt, welches an einem der hinteren Deiche liegt. An dem damaligen Abend war es zu Fuß für uns zu weit, doch heute sind wir mit dem Auto von der anderen Wehrseite aus in die kleinen Wohnstraßen vor den Deichen gefahren und die restlichen Meter mit einer Decke bewaffnet einfach gelaufen. (mehr…)

 

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